✈ JetOpti 🗺️ Verfügbare Jets ansehen

Privatjet mieten in der Schweiz

Sieben Abflughäfen, sehr unterschiedliche Voraussetzungen. Diese Seite erklärt, welcher zu Ihrer Reise passt – und was ein Flug realistisch pro Person kostet.

Abflughäfen7 in der Schweiz
Kürzeste StreckeZürich–Bern, 100 km
Inlandflug abca. 1.200 € p. P. bei 4
Abrechnungpro Flugzeug, nicht pro Sitz

Die Frage, die sich zuerst stellt: Was kostet das pro Person?

Wer zum ersten Mal über einen Privatjet nachdenkt, rechnet meist falsch herum. Sie kaufen keinen Sitzplatz, sondern mieten ein ganzes Flugzeug für einen Flug. Der Preis ändert sich nicht, ob Sie allein fliegen oder zu sechst – er teilt sich nur auf mehr Schultern.

Ein konkretes Beispiel: Ein Turboprop von Zürich nach Lugano kostet rund 4.800 Euro für das gesamte Flugzeug, wenn ein passender Jet in Zürich steht. Fliegen Sie zu viert, sind das rund 1.200 Euro pro Person. Zu sechst sind es 800. Die reine Flugzeit auf dieser Strecke beträgt etwa 19 Minuten.

Auf längeren Strecken verschiebt sich das Verhältnis weniger stark, als man erwarten würde. Zürich–Palma de Mallorca sind 996 Kilometer, mit einem Light Jet rund 1 Stunde 25 Minuten reine Flugzeit. Der Flug liegt bei etwa 10.400 Euro – zu viert also rund 2.600 Euro pro Person. Die Strecke ist sieben Mal so lang wie die nach Lugano, kostet pro Person aber nur gut das Doppelte.

Warum kurze Flüge pro Kilometer so viel teurer sind

Genau dieses Verhältnis überrascht die meisten. Zürich–St. Moritz sind 144 Kilometer und kosten mit einem Turboprop rund 5.100 Euro, also etwa 1.275 Euro pro Person zu viert. Zürich–Hamburg ist mit 694 Kilometern fast fünfmal so weit und kostet mit einem Light Jet rund 8.200 Euro – pro Person 2.050 Euro. Pro Kilometer ist die kurze Strecke also ein Vielfaches teurer.

Der Grund liegt in der Kostenstruktur. Jeder Charterflug wird mit einer Mindestblockzeit von einer Stunde abgerechnet, auch wenn das Flugzeug nur zwanzig Minuten fliegt. Dazu kommen Kosten, die von der Distanz unabhängig sind: Crew, Landegebühren an beiden Flughäfen, Handling, Abfertigung. Auf 144 Kilometern machen diese Fixkosten mehr als die Hälfte des Preises aus, auf einer Strecke wie Hamburg nur noch gut ein Drittel. Sie zahlen bei kurzen Flügen also vor allem dafür, dass ein Flugzeug samt Besatzung bereitsteht – der Flug selbst ist der kleinere Posten.

Wie diese Zahlen zustande kommen: Sie stammen aus derselben Preis-Engine, die auch auf der Karte rechnet – Flugkosten, Crew, Landegebühren, Handling und Passagierabfertigung sind enthalten. Gerechnet für einen Mittwoch in der Nebensaison, vier Passagiere, mit einem Flugzeug, das bereits am Abflughafen steht. Nicht enthalten ist der Anflug des Jets, falls keiner vor Ort ist, sowie Übernachtungskosten der Crew bei mehrtägigem Aufenthalt. Wie weit der nächste verfügbare Jet entfernt ist und was der Flug an Ihrem Datum verbindlich kostet, steht bei jedem Treffer auf der Karte.

Die sieben Schweizer Abflughäfen im Vergleich

Die Wahl des Abflughafens entscheidet in der Schweiz mehr als anderswo. Das Land ist klein, aber die Flughäfen unterscheiden sich stark in Pistenlänge, Öffnungszeiten und darin, wie viele Flugzeuge dort überhaupt stationiert sind. Die Distanzangaben unten sind Luftlinien ab Zürich.

Flughafen Piste Ab Zürich Passt für
Zürich (ZRH) 3.900 m Alle Klassen bis Ultra Long Range. Grösste Auswahl an Betreibern.
Genf (GVA) 3.900 m 230 km Alle Klassen. Zweiter grosser Standort, stark Richtung Südeuropa.
Basel (BSL) 3.900 m 79 km Alle Klassen. Naheliegend für Nordwestschweiz und Südbaden.
Bern (BRN) 1.730 m 100 km Turboprops und kleinere Jets. Kurze Anfahrt aus dem Mittelland.
Sion (SIR) 2.000 m 166 km Zugang zum Wallis und zu den Walliser Skiorten.
Lugano (LUG) 1.415 m 164 km Kürzeste Piste der sieben. Turboprops und kleine Jets.
Samedan (SMV) 1.800 m 144 km Engadin, St. Moritz. Höhenflughafen mit eigenen Regeln.

Die Pistenlänge ist keine Formalie. Sie bestimmt, welche Flugzeugklassen überhaupt starten und landen dürfen – und bei Samedan und Lugano zusätzlich, wie viel Treibstoff und Gewicht an Bord sein darf. Wer ab Lugano eine längere Strecke plant, muss unter Umständen mit einem Zwischenstopp zum Tanken rechnen. Ab Zürich, Genf oder Basel stellt sich diese Frage nicht.

Wann sich der kleinere Flughafen lohnt

Eine Stunde Autofahrt weniger zum Abflugort ist auf einem Kurzstreckenflug oft mehr wert als der grössere Jet. Wer im Wallis wohnt, gewinnt mit Sion mehr Zeit, als er mit einem schnelleren Flugzeug ab Genf herausholen würde. Der Rechenweg ist immer derselbe: Anfahrt plus Flugzeit plus Weiterfahrt am Ziel, nicht Flugzeit allein.

Sehen Sie, welche Jets gerade in der Schweiz stehen

Die Live-Karte zeigt Positionen in Echtzeit und rechnet Ihren Preis, bevor Sie anfragen.

🗺️ Zur Live-Karte

Drei Strecken ab der Schweiz im Detail

Für die meistgefragten Verbindungen haben wir eigene Seiten mit Flugzeiten, Flugzeugempfehlungen und den Besonderheiten der jeweiligen Zielflughäfen:

Was Sie vor der ersten Buchung wissen sollten

Der Positionierungsflug ist der häufigste Kostenfaktor, mit dem niemand rechnet

Ein Privatjet steht selten genau dort, wo Sie starten möchten. Muss er leer von einem anderen Flughafen anfliegen, wird diese Zeit mitberechnet. Auf einer Strecke wie Zürich–Bern, die eine Stunde Blockzeit kostet, kann ein Positionierungsflug aus Süddeutschland den Preis verdoppeln. Deshalb ist es sinnvoll, vor der Anfrage zu sehen, welche Flugzeuge tatsächlich in der Nähe sind. Bei jedem Treffer auf der Karte steht, wie weit der Jet anreisen müsste.

Vorlaufzeit statt Verfügbarkeit

Jedes Flugzeug hat eine vom Betreiber festgelegte Mindestvorlaufzeit, dazu kommen die Dienstzeiten der Crew. Ob ein Flug am selben Tag möglich ist, hängt davon ab, ob ein Flugzeug in Reichweite frei ist und die Crew innerhalb ihrer Zeiten bleibt – das lässt sich nicht pauschal versprechen, aber vorher nachsehen.

Woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen

Der Flug muss von einem Unternehmen mit gültigem Air Operator Certificate (AOC) durchgeführt werden. Das ist die luftfahrtrechtliche Betriebsgenehmigung; ohne sie darf niemand gewerblich Passagiere befördern. Alle Betreiber auf JetOpti verfügen darüber, und Sie buchen direkt bei dem Unternehmen, das das Flugzeug auch fliegt.

Der zweite Punkt betrifft den Preis. Im klassischen Charter-Vertrieb liegt zwischen Ihnen und dem Betreiber ein Makler, dessen Provision im Gesamtpreis steckt, ohne separat ausgewiesen zu sein. Bei einer Direktbuchung entfällt dieser Aufschlag. Gegenüber einem Charterbetreiber, den Sie direkt anfragen, gilt das nicht – dort zahlen Sie ebenfalls keine Vermittlungsprovision, und wir sind nicht günstiger. Der Unterschied ist dann ein anderer: Sie sehen hier die Flugzeuge mehrerer Betreiber nebeneinander, statt jeden einzeln anzufragen. Fragen Sie im Zweifel nach, wer das Flugzeug betreibt und wie sich der Preis zusammensetzt – eine klare Antwort ist ein gutes Zeichen.

Häufige Fragen zum Privatjet-Charter in der Schweiz

Lohnt sich ein Privatjet ab der Schweiz schon für vier Personen?
Sie mieten immer das ganze Flugzeug, nicht einen Sitzplatz – der Preis teilt sich also auf alle Mitreisenden auf. Steht ein passender Turboprop in Zürich, kostet ein Flug nach Lugano rund 4.800 Euro für das ganze Flugzeug, bei vier Personen also etwa 1.200 Euro pro Kopf. Zürich–Palma liegt mit einem Light Jet bei rund 10.400 Euro, entsprechend etwa 2.600 Euro pro Person. Muss der Jet erst anfliegen, kommt diese Positionierungszeit dazu – die Distanz steht bei jedem Treffer auf der Karte.
Welcher Schweizer Flughafen ist der richtige für meinen Flug?
Das hängt weniger vom Ziel ab als von Ihrer Anfahrt und vom Flugzeug. Zürich und Genf haben die grösste Auswahl an Flugzeugen und Pisten für jede Kategorie. Bern, Sion und Lugano liegen näher an vielen Wohnorten und sind für kleinere Jets und Turboprops geeignet, Lugano hat mit rund 1.400 Metern die kürzeste Piste der sieben. Basel ist die naheliegende Wahl für die Nordwestschweiz. Samedan im Engadin ist ein Sonderfall mit Höhenlage und eigenen Anflugregeln.
Wie kurzfristig lässt sich ein Privatjet in der Schweiz buchen?
Das hängt davon ab, ob gerade ein passendes Flugzeug in erreichbarer Nähe steht und ob die Crew innerhalb ihrer Dienstzeit bleibt. Jedes Flugzeug hat eine Vorlaufzeit, die der Betreiber festlegt; kommt der Jet von einem anderen Flughafen, addiert sich der Positionierungsflug. Auf der Live-Karte sehen Sie, wo die Flugzeuge gerade stehen und ab wann sie buchbar sind.
Was kostet der Positionierungsflug, wenn kein Jet in der Schweiz steht?
Wenn das passende Flugzeug an einem anderen Flughafen steht, muss es leer zu Ihrem Abflugort fliegen. Diese Zeit wird mitberechnet und kann bei kurzen Strecken mehr kosten als der eigentliche Flug. Deshalb ist es sinnvoll, vor der Buchung zu sehen, welche Flugzeuge tatsächlich in der Nähe sind – die Positionierungsdistanz steht bei jedem Treffer dabei.
Kann ich von der Schweiz aus auch Empty Legs buchen?
Ja. Empty Legs sind Flüge, bei denen ein Jet ohnehin leer verlegt wird – etwa zurück zur Heimatbasis nach einem Auftrag. Betreiber geben solche Flüge vergünstigt ab. Der Haken ist die Bindung an Datum, Uhrzeit und Richtung des ohnehin geplanten Fluges. Wenn Ihre Reisedaten flexibel sind, ist das die günstigste Art, privat zu fliegen.

Weitere Strecken und Themen